Archive for the ‘Wissenswertes’ Category

Nützliche Tipps zu tiefgekühltem Gemüse

Dienstag, April 14th, 2015

Ist der Vitamin- und Vitalstoffgehalt in frischem Gemüse höher als in tiefgekühltem Gemüse? Meistens ja, lautet die Antwort. Mit dem Schockfrosten wird heute eine Methode angewendet, die es ermöglicht, Lebensmittel zu konservieren und gleichzeitig ihren Nährwert hoch zu erhalten. Entscheidend dabei sind zwei Faktoren: Kälte und Geschwindigkeit. Industriell tiefgekühltes Gemüse wird sofort nach der Ernte weiterverarbeitet und innert weniger Stunden tiefgefroren. Ein rasch eingefrorenes Gemüse weist meist mehr Nährstoffe als aus Frischgemüse, das bereits einige Zeit bei Raumtemperatur gelagert wurde. Wichtig beim Einkauf ist, dass die Tiefkühlkette nicht unterbrochen wird. Lade das Tiefkühlgemüse also erst am Schluss in deinen Einkaufswagen. Und mach den Schütteltest: rasselt es in der Packung, ist alles o.k. ist der Inhalt hingegen ein fester Block, war die Packung bereits einmal angetaut. Leg die Tiefkühlware so schnell wie möglich zu Hause zuunterst in deinen Tiefkühler (dort ist es am kältesten).

Für viele aber ist nach wie vor frisches Gemüse unerreicht – zumindest punkto Geschmack. Und wenn das Gemüse frisch vom Markt gekauft wird und die Transportkette möglichst kurz ist (direkt vom Bauer), ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ebenso hoch wie bei industriell tiefgekühlten Produkten. Zudem weisst du so, was in unserer Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, welches Gemüse wann Saison hat.

Dieser Blog wurde durch Fit for Life zur Verfügung gestellt. Fit for Life ist das Schweizer Magazin für Fitness, Lauf- und Ausdauersport. Möchtest du regelmässig solche Artikel lesen? Dann klicke hier.

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Wer schnell abnehmen will, gerät in die Diät-Falle

Freitag, Februar 20th, 2015

Um wirklich nachhaltig abzunehmen, ist es von zentraler Bedeutung, dass man den Stoffwechsel kennt. Führt man seinem Körper nämlich zu wenig Energie zu, wird der Stoffwechsel nicht ausreichend versorgt, was früher oder später zum Jojo-Effekt führen wird.

Führe genügend Energie zu und vermeide so den Jojo-Effekt

Wer regelmäßig diätet, fügt seinem Körper erheblichen Schaden zu. Durch die mit den Diäten einhergehende massive Kalorieneinsparung oder völlig einseitige Mangelernährung fährt der Körper seinen Stoffwechsel herunter und stellt den Körper auf „Energiesparmodus“. Bei häufigem Diäthalten kann dieser Sparmodus sogar bis zu zwölf Monate anhalten. Der Stoffwechsel ist dann im wahrsten Sinne des Wortes abgewirtschaftet. Und das betrifft nicht nur den Stoffwechsel der Leber, des Gehirns oder der Muskeln, sondern den Stoffwechsel jeder einzelnen unserer 60 Billionen Zellen. Schwerwiegende Folgen sind, dass das Erbgut, also die Gene, angegriffen und verändert werden. Die Funktionen der Körperzellen werden umprogrammiert und zum Teil fehlreguliert. Die Unterversorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurelementen wird sogar von einigen Forschern als Verstärker aller Fehlfunktionen unserer Körperzellen gesehen. Wenn der Stoffwechsel dauerhaft niedrig ist, kann er sich nachhaltig negativ verändern und dann für zahlreiche Probleme und sogar Erkrankungen verantwortlich sein, wie zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen oder das metabolische Syndrom. Also Finger weg von „Wunder Diäten“!

Ausdauer und Krafttraining steigert den Grundumsatz

Die Lösung liegt in der Steigerung des Grundumsatzes, der für die Aufrechterhaltung der vitalen Grundfunktionen des Körpers, wie Atmung und Herzschlag, benötigt wird. Der Grundumsatz ist umso höher, je mehr Muskelmasse und je mehr Zellkraftwerke vorhanden sind. Somit kann man über Muskelaufbautraining den Körper auch in Ruhe für sich arbeiten lassen, denn 60-70% der Energie verbraucht der Körper beim Nichtstun! Über ein regelmäßiges Ausdauertraining kannst du zusätzlich dafür sorgen, dass jede einzelne Zelle über eine Zunahme der Zellkraftwerke mehr Energie verstoffwechseln kann. Das macht dich in Folge der Trainingsanpassung nicht nur während des Sports leistungsfähiger, sondern lässt jede Zelle auch in Ruhe effektiver für dich arbeiten. Dein Grundumsatz wird somit höher, du näherst dich Schritt für Schritt dem Turbo-Stoffwechsel.

Unsere Tipps:

  • Wer abnehmen will, muss essen. So absurd das klingt. Nur so können Muskeln aufgebaut und ein Turbo-Stoffwechsel erreicht werden.
  • Mit einem Tagebuch, wie es dir im body.COACH zur Verfügung steht, bringst du Klarheit in deine Energiebilanz.
  • Wichtig ist es, seinen Grundumsatz zu kennen, um abschätzen zu können, wie viel am Tag man ohne Bedenken essen kann.
  • Über Sport und Bewegung solltest du deinen Leistungsumsatz steigern und darüber dann den Körper zum Abnehmen bewegen.

Die Entdeckung der Langsamkeit

Donnerstag, November 6th, 2014

Sei mal ehrlich zu dir selber, wie lange brauchst du um eine Mahlzeit zu verspeisen? Bist du ein Schnellesser, gar ein Schlinger oder lässt du dir Zeit und geniesst du jeden Bissen?
Wir wissen es eigentlich alle; langsam essen ist für die Gesundheit, für das Körpergewicht, für die Verdauung und den Genuss mehr als förderlich.
Wir möchten dir aufzeigen, wieso du langsam essen solltest und dir Tipps geben, wie du das auch hinkriegen kannst.

Zu schnell essen

Zu schnell gegessen?

Unserer Gesundheit tun wir einen grossen Gefallen, wenn wir uns beim Essen zeit lassen. Häufig sind Schnellesser dicker als ihre langsamen Kollegen. Nach einer Studie der University of Rhode Island nehmen langsame Esser pro Mahlzeit mehr als 10 % weniger Kalorien zu sich. Dies hat einen nachvollziehbaren Grund. Unser Gehirn registriert erst nach 15 bis 20 Minuten, dass wir satt sind. Lassen wir uns zu wenig Zeit, verpassen wir den Sättigungspunkt und essen darüber hinaus weiter. Ebenso müssen wir beachten, dass der erste Teil der Verdauung bereits im Mund stattfindet. Durch das Kauen verkleinern wir die Nahrung und die Enzyme im Speichel “verdauen” bereits erste Kohlenhydrate. Das entlastet unser Verdauungssystem und es kommt zu weniger Verdauungsbeschwerden. Durch hastiges Essen wird zudem viel Luft geschluckt, was zu Blähungen und Schluckauf führen kann.
Ein weiteres gutes Argument für langsames Essen ist der Genuss. Ein guter Wein entfaltet seine Geschmacksnuancen erst richtig, wenn man ihn eine Zeitlang im Mund behält. Dies gilt auch für andere Lebensmittel wie Obst und Gemüse.
Wetten, dass du dein Essen als viel genussvoller und sinnlicher erlebst, wenn du dir Zeit dafür nimmst, dein Tisch schon deckst und dein Essen Bissen für Bissen geniesst?
Last but not least, wenn du langsamer isst und dadurch schneller satt bist, brauchst du auch nicht ganz so viel zu essen, was sich auch auf dein Haushaltsbudget niederschlagen kann. Du bekommst für weniger mehr.

Wie kriegst du das hin, dich vom Turboesser zum Endlos-Kauer zu entwickeln?

  • Setz dich hin für deine Mahlzeiten, kein Essen im Gehen oder Stehen.
  • Iss ohne Ablenkung durch Zeitung, Fernseher, Computer oder ähnliches.
  • Nimm dir für jedes Essen mindestens 20 min Zeit und mach es dir gemütlich in dem du den Tisch schön deckst, eine Kerze anzündest oder gar den Tisch dekorierst. Übrigens: wenn du den kleineren Teller und das kleinere Besteck wählst, werden auch die Portionen und die Bissen kleiner.
  • Versuche kleine Bissen zu dir zu nehmen und jeden Bissen 20 Mal zu kauen. Wenn dir das am Anfang schwer fällt, versuche es mit zehnmal kauen und steigere dich langsam bis du bei 20 Mal bist.
  • Zwischen den Bissen dein Besteck auf den Tisch legen und erst weitere Bissen aufladen, wenn du den Bissen in deinem Mund nach 20 Mal kauen geschluckt hast.
  • Mach dir bewusst was du isst, wie es riecht, schmeckt, sich im Mund anfühlt und sein dankbar für dein Essen. Schaue es nicht als Selbstverständlichkeit an.

Wir wünschen dir viel Erfolg beim Entdecken der Langsamkeit an deinem Esstisch!

Fruchtsaft – erst denken, dann trinken

Donnerstag, September 11th, 2014

Um gesund zu bleiben, sollten wir viel Obst und Gemüse essen, das weiss jedes Kind. Doch die Zubereitung von frischen Lebensmitteln braucht bekanntlich Zeit und zudem werden diese häufig verschmäht, weil andere Lebensmittel – insbesondere bunt beworbene, einfach spannender sind. Deshalb wird häufig auf Fruchtsaft ausgewichen, um die tägliche Portion Obst zu erhalten. Doch ist Fruchtsaft wirklich eine Alternative?

Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass viele der gekauften Säfte sehr wenig mit frischen Früchten zu tun haben. Die Verarbeitungsprozesse sind sehr lang und nicht selten werden Früchte verarbeitet und zu einem Konzentrat eingedickt. Diese Konzentrate werden zu einem späteren Zeitpunkt nach Belieben gemischt und verdünnt. Die auf den Packungen beschworenen Vitamine werden zu diesem Zeitpunkt zugegeben – als künstlich hergestelltes Pulver. Du brauchst kein Experte zu sein, um zu merken, dass diese Getränke nicht mehr viel mit dem ganzen Apfel oder der Orange zu tun haben.

So wird Apfelsaft hergestellt

Quelle: Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V. http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AA-Saft_Herstellung.jpg

Ein weiteres Thema ist die Kaloriendichte von Fruchtsaftgetränken. Diese enthalten in etwa gleich viel Zucker und Kalorien wie ein Süssgetränk wie Cola oder ähnliches (eine Dose Cola enthält ca. 15 Würfelzucker).

Wenn du schon mal selber Fruchtsaft gemacht – zum Beispiel Orangen ausgepresst – hast, weisst du, wie viele Früchte du für nur ein Glas Orangensaft benötigst. Diese Menge an Orangen könntest du als ganze Frucht kaum zum Frühstück essen. Doch sobald sie versaftet sind, trinkst du sie noch zum Frühstücksbrötchen dazu. Kein Wunder wird das zu einer Kalorienbombe. Zudem fehlt im Saft das, was eine Frucht wirklich ausmacht – die Kombination der Vitamine, dem Fruchtzucker und den Nahrungsfasern. Ein Grossteil der Vitamine befindet sich bei der Frucht direkt unter der Schale und diese wird im Normalfall vor dem Versaften entfernt. Ein Grund mehr für die Hersteller künstliche Vitamine zuzufügen.

Ebenso ist zu prüfen, welche weiteren Zusätze noch auf der Zutatenliste auf der Verpackung stehen. Häufig wird noch weiterer Zucker zugesetzt oder irgendwelche E-Nummern, die die Farbe des Saftes ansprechender oder die Haltbarkeit besser machen. Auch bei diesen Produkten gilt einmal mehr: wird Werbung dafür gemacht, sollten wir besser die Finger davon lassen.

Eine gute Alternative für einen Vitamin-Schub am Morgen ist ein selbstgemixter Smoothie aus Früchten und Gemüse. Dafür benötigst du einen guten Standmixer und ein bisschen Fantasie. Ein wohlbekömmlicher Start in den Tag könnte zum Beispiel so aussehen:

Zutaten
2 handvoll Spinat
1/3 Salatgurke
1 Knolle Fenchel
1 Banane
1 Apfel
1 kleine handvoll Mandeln (am besten über Nacht einweichen)
30 g Leinsamen oder Chiasamen (am besten über Nacht einweichen)
Wasser

Zubereitung
Obst und Gemüse waschen. Wenn möglich Bio-Qualität verwenden, so dass die Schalen und das Grün des Fenchels mitverwendet werden können (die Schale der Banane natürlich entfernen). Alles verkleinern, damit die Zubereitung im Mixer einfacher ist.
Blattgrün und Wasser in den Mixer geben. Mixer einschalten und auf niedrigster Stufe beginnen. Drehzahl dann langsam bis zum Höchstwert steigern.
Mixer wieder anhalten. Die restlichen Zutaten in den Mixbehälter geben. Mit dem Mixen starten und dabei erneut auf niedrigster Stufe beginnen, um anschließend die Drehzahl zu erhöhen.

Ausdauersport und Gewicht

Mittwoch, November 13th, 2013
Zu viel ist zu viel

Zu viel ist zu viel

Gewicht abzunehmen und körperlich leistungsfähiger zu sein, ist für viele Menschen ein Motivationsgrund mit Ausdauersport zu beginnen. Ausgeglichene Ernährung, Reduktion der Kalorienzufuhr und eine optimale Trainingsplanung sind die Eckpunkte, um nachhaltig das Gewicht zu reduzieren. Bei sehr hohem Übergewicht sollten sanfte Ausdauersportarten gewählt werden, welche die Gelenke schonen sowie Verletzungen und Übertraining verhindern. Geeignete Sportarten dafür sind Schwimmen, Aqua-Fit, Velofahren oder Nordic Walking. In einem weiteren Schritt kann in niedriger Intensität mit dem Laufen begonnen werden.

Anfänglich sollte vor allem in der Fettverbrennungszone (Zone I), also unterhalb der aeroben Grenze trainiert werden, weil so auch die passiven Strukturen (Bänder, Sehnen, Gelenke) nach und nach an die Belastung gewöhnt werden. Die aerobe Schwelle liegt ca. im Bereich von 70% des Maximalpulses (siehe Blog Beitrag „Gut trainierter Fettstoffwechsel oder warum weniger häufig mehr ist“). Die Zone I entspricht einem ruhigen Dauerlauftempo, wo das Sprechen während dem Laufen gut möglich ist. Zu Beginn sollte die Trainingsanzahl pro Woche erhöht werden, bevor die jeweilige Trainingszeit und die Intensität gesteigert werden.

Die relative und absolute Menge der Fettverbrennung muss genauso berücksichtigt werden wie die absolute Menge des Kalorienverbrauchs

Die absolute Menge der Fettverbrennung muss in Relation gesetzt werden zum Total des Kalorienverbrauchs

Das intensivere Training in der Zone II wird als anstrengender empfunden, Sprechen ist nur noch in einzelnen Worten möglich. Natürlich wird auch in der Zone II, die über der aeroben Schwelle liegt, Fett verbrennt. Die Belastung auf den passiven Bewegungsapparat steigt aber an und der Zuckerstoffwechsel spielt eine dominante Rolle. Nach solchen intensiven Trainingseinheiten ist deshalb ein „Nachbrenneffekt“ zu beobachten, bei dem der Körper unmittelbar nach dem Training auch weiter Fett verbrennt. Das Problem ist bloss, dass diese intensiveren Einheiten vermehrten Hunger auslösen.

Um das Gewicht nachhaltig zu reduzieren, sollte auf eine langsame Abnahme geachtet werden. Längere Einheiten (1-2h) in der Zone I sind anzustreben, gepaart mit kürzeren Trainings (30-40min) in der Zone II, sobald die körperlichen Voraussetzungen dazu geschaffen sind. Es wird empfohlen, pro Monat nicht mehr als ein halbes bis ein ganzes Kilo abzunehmen. Zur Gewichtsstabilisierung ist ein langfristiges Weiterführen des Trainings nötig, weil beim Ausdauersportler im Gegensatz zum Untrainierten der Kalorienverbrauch durch das Training an sich, sowie auch in Ruhe (Grundumsatz) erhöht ist.

Aqua-Fit, das einzigartige Ganzkörpertraining ist ein ideales Training für Einsteigerinnen

Aqua-Fit, das einzigartige Ganzkörpertraining, ist eine sanfte Trainingsform, um den Kalorienverbrauch zu steigern.

Selten kann der Ausdauersport auch zu einer moderaten Gewichtszunahme führen. Eine Erklärung dafür ist, dass insbesondere beim Aufbautraining die Muskelmasse relativ zum Fettgewebe gesehen zunimmt. Da das Muskelgewebe eine höhere Dichte aufweist und demnach „schwerer“ ist als das Fettgewebe, führt eine Zunahme der Muskelmasse zu einer Erhöhung des Körpergewichts. Bei Frauen ist der relative Fettanteil grösser als bei Männern, weshalb insbesondere bei Frauen zu Beginn des Ausdauersports eine Gewichtszunahme beobachtet werden kann. Bei intensiviertem Training speichert der Körper mehr Kohlenhydrate, also Kraftstoff für die Muskeln. Die Speicherform der Kohlenhydrate, das Glykogen, zieht zusätzlich eine vermehrte Wassereinlagerung nach sich. Dies geschieht vor allem kurz vor einem Wettkampf bei Einnahme kohlehydratreicher Ernährung zusammen mit viel Flüssigkeit. Wird zusätzlich in der Vorwettkampfphase bei gleichbleibendem Essverhalten die Trainingsintensität reduziert, also weniger Kalorien verbrannt, führt diese Kombination vorübergehend zu einer Gewichtszunahme. Ein möglicher anderer Grund sind auch „versteckte“ Kalorien, welche bei Sportlern oft in gesüssten Getränken, Fruchtsäften, Snacks und kalorienreichen Riegeln zu finden sind. Bei Ausdauertraining und unklarer Gewichtszunahme kann neben dem Trainingstagebuch das Führen eines Ernährungsprotokoll zur Kalorienbilanzierung hilfreich sein.

Wer ein Bewegungs- und Essprotokoll führt, erhält Gewissheit über das Verhältnis von Input und Output

Wer ein Bewegungs- und Essprotokoll führt, erhält Gewissheit über das Verhältnis von Kalorienaufnahme und -verbrauch

Dieser Blog wurde geschrieben von Dr. med. Christoph Gräni, Kardiovaskuläre Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin, Schweizer Herz- und Gefässzentrum, Inselspital Bern.

Machst du Krafttraining?

Dienstag, Juni 18th, 2013
Krafttraining sorgt für mehr als kräftige Muskeln

Krafttraining sorgt für mehr als kräftige Muskeln

Nein, ich habe keine Zeit dafür.
Nein, ich mag Fitnessstudios nicht, Outdoorsport ist mir lieber.
Nein, ich kann mir kein Abo im Fitnesscenter leisten.
Nein, ich mache schon genug Sport – ich laufe, walke, schwimme…
Nein, ich will doch kein Muskelprotz werden.
Nein, stell dir vor, eine Frau mir Muskelbergen ist doch nicht schön.
Nein, das ist doch nicht nötig.
Nein, das ist nur was für Bodybuilder.

So oder ähnlich tönen die Ausreden auf die Frage, ob jemand Krafttraining betreibt. Eine Umfrage des Ausdauersportmagazins Fit for Life hat auch gezeigt, dass es ganz klare Fronten gibt. Gerade LäuferInnen halten es meist für unnötig, Krafttraining in den Trainingsplan zu integrieren und im Gegenzug finden Fitness-Liebhaber es unnötig zu laufen. Es gibt grundsätzlich kein entweder oder. Die Wichtigkeit von Ausdauersport ist weitläufig bekannt, doch wie wichtig Krafttraining für Jung und Alt ist, will sich in unseren Köpfen einfach nicht richtig festsetzen.

Verlängere deine Lebensqualität durch Kraft- und Ausdauertraining

Verlängere deine Lebensqualität durch Kraft- und Ausdauertraining

Unsere gesamte Muskulatur sollte mit einer akribischen Regelmässigkeit 2-3 Mal pro Woche gestärkt werden. Denn starke Muskeln haben auf unsere Gesundheit einen grossen Einfluss: Ohne Krafttraining verliert ein Erwachsener in zehn Lebensjahren 2,5 bis 3 Kilogramm aktive Muskelmasse. Durch Krafttraining kann dieser Muskelabbau verhindert werden. Dadurch steigt die Sicherheit beim Gehen und die Sturz- und Verletzungsgefahr sinkt, was gerade im fortgeschrittenen Alter sehr wichtig wird. Zudem verhindert Krafttraining Abnutzungsschäden und beugt Arthroseschmerzen vor. Die Knochendichte wird verbessert und auch der Ruheblutdruck wird durch regelmässiges Krafttraining reduziert. Ausserdem verbessert es den Fett- und Zuckerstoffwechsel und die Körperzusammensetzung, d.h. der Körperfettanteil kann verringert und die Muskulatur aufgebaut werden.

Kombiniert mit Ausdauertraining ein Schlüssel zum Erfolg

Kombiniert mit Ausdauertraining ein Schlüssel zum Erfolg

Alle Gegenargumente betreffend zu hohen Kosten, zu wenig Zeit, Abneigung gegen Fitnessstudios oder gar Angst vor Muskelbergen können mit dem folgenden Kraftzirkel ein für alle Mal aus der Welt geschafft werden. Bei Blick online wurden die wichtigsten Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, ohne jegliche Hilfsmittel, ganz toll zusammengestellt. Dieses Krafttraining kannst du jederzeit zu Hause durchführen und benötigst gerade mal 7 Minuten dafür – das wären dann 21 min pro Woche – minimaler Zeitaufwand für viel gesundheitlichen Nutzen.

Ernährung und Muskelaufbau

Dienstag, Juli 24th, 2012
TRX

Du hast dich entschlossen, ein Abo in einem Fitnesscenter ab zu schliessen, um dir Gutes zu tun und Muskelmasse aufzubauen? Toll, das ist ein sehr guter Entscheid!
Die Vorteile von mehr Muskelmasse haben wir dir bereits in unserem letzten Newsletter erläutert. Damit du es aber nochmals hörst, hier nochmals eine kurze Zusammenfassung:

  • mehr Muskeln bedeutet einen höheren Energieumsatz, da Muskeln einiges mehr an Energie benötigen als Fettpolster
  • Krafttraining definiert den Körper und lässt dich so schlanker aussehen
  • Ein Korsett aus starken Muskeln stützt deinen Körper und hilft vielen Beschwerden vorzubeugen, wie zum Beispiel dem Volksleiden Rückenschmerzen
  • Bewegung hilft dir ein gutes Körpergefühl aufzubauen, durch die Betätigung lernst du deinen Körper kennen, was einen starken Einfluss auf zum Beispiel das Hunger-Sättigungsgefühl hat.
  • Bewegung macht Spass und hellt deine Laune auf – Glücksgefühle vorprogrammiert!

Um aus dem Training auch das meiste rausholen zu können, gibt es ein paar Dinge zu beachten, was die Ernährung betrifft, damit dein Körper auch richtig Muskelmasse aufbauen kann:

  • Wasser: trinke über den Tag verteilt regelmässig Wasser. Damit Aufbauvorgänge im Körper ablaufen können, ist Wasser unentbehrlich.
  • Eiweiss: mit jeder Mahlzeit eine Portion Eiweiss zu dir nehmen. Fettarme Eiweiss­Spender sind z.B. Hühnchen­ oder Trutenbrust, Rindfleisch, Seelachs, Tofu, Hüttenkäse, Magerquark, Eier, sowie Linsen, Haferflocken oder Erbsen.
  • Fette: nimm vor allem ungesättigte Fettsäuren zu dir, wie z. B. Walnüsse, Leinöl, Olivenöl oder fetten Seefisch. Diese sind Bestandteil von z.B. Hormonen und Zellwänden und sind für viele Abläufe im Körper unerlässlich.
  • Kohlenhydrate: Vorallem zum Frühstück sind die Kohlenhydrate wichtig, damit der Körper leistungsfähig ist– eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Training. Bevorzuge vor allem Vollkornprodukte, Früchte und Gemüse.

Wichtig ist, dem Körper gleich nach dem Training zu geben, was er braucht, um die Muskulatur zu erhalten bzw. aufzubauen. Das ist im Optimalfall ein Gemisch aus zwei Drittel Kohlenhydraten und einem Drittel Eiweiss. Studien haben ergeben, dass Schokoladenmilch die optimale Zusammensetzung hat, um den Muskelaufbau zu verbessern.

Lass dich nur nicht täuschen!

Montag, März 12th, 2012
optische Täuschung

Was siehst du auf dem Bild?
Dein Verstand sagt dir sofort, dass hier eine optische Täuschung vorliegt und du ein regelmässiges Karo-Muster vor dir hast.

Aber hast du bemerkt, dass du im Alltag ständig optischen (oder auch anderen) Täuschungen erliegst?
Gerade was die Ernährung anbelangt, tappen wir ständig in Fallen, welche wir mit blossem Auge und unserem eigenen Verstand kaum wahrnehmen.

Hast du gewusst, dass…

…du aus einer 500g Tüte M&Ms etwa doppelt so viel isst, wie aus der halb so grossen Packung?
Vorsicht vor XXL-Packungen, die sind zwar günstiger für den Geldbeutel aber nicht für die Linie!

…du bloss die Hälfte der Gummibärchen verdrückst, wenn diese alle die gleiche Farbe / Geschmack haben, als wenn du verschieden farbige in der Tüte hast?

…du viel weniger isst, wenn du vom ganzen Poulet die Knochen auf dem Tellerrand lässt, als wenn diese weggeräumt werden?

…du eine Portion Kartoffeln (120 gr) auf einem grossen Teller als zu klein empfindest und mehr schöpfst, als wenn du die selbe Menge auf einem kleineren Teller vor dir hast?

…du im Restaurant nach 5 Minuten nicht mehr weißt, wie viele Scheiben Brot du gegessen hast, wenn du eine nette Unterhaltung führst?

…du weniger zunimmst, wenn deine Kleidung körperbetont geschnitten ist, da du so stets die Kontrolle hast, ob diese enger wird oder nicht?

…du weniger isst, wenn dein Essen auf einem roten Teller liegt als auf einem weissen, da du die Farbe Rot mit Verbot- oder Stoppschild in Verbindung bringst?

Sei also gewarnt, Täuschungen lauern überall!
Doch sobald du diese erkannt hast, weisst du, dass die Linien eigentlich gerade sind, auch wenn dein Auge dich täuscht.

Schlussendlich entscheidet die Energiebilanz…

Donnerstag, November 24th, 2011
Energiebilanz

In einem weiteren Punkt in der Ernährungsbroschüre des akademischen Sportverbandes Zürich zeigt Dr. Paolo Colombani auf, dass es grundsätzlich eigentlich egal ist für welche Ernährungsform man sich entscheidet, das einzige was zählt, ist eine ausgewogene Energiebilanz:

Energie: im Zentrum des InteressesWozu brauchen Erwachsene Energie: Für alles – von der Aufrechterhaltung der Organfunktionen inkl. Stoffwechselreaktionen bis zur körperlichen Aktivität im Alltag.
(…)
Woher: Energie wird über Nahrung hauptsächlich in Form von Kohlehydraten und Fetten aufgenommen (auch Eiweisse und Alkohole liefern Energie, aber üblicherweise in geringeren Mengen).

Energiebilanz: Unterschied zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch.

– Positive Bilanz: Mehr aufgenommen als verbraucht.
Folge: Gewichtszunahme

+ Negative Bilanz: Mehr verbraucht als aufgenommen.
Folge: Gewichtsverlust.

Genau für diesen Überblick kannst du im body.COACH das Tagebuch benutzen. Es hilft dir zu sehen, wo du stehst und ob du noch in einer negativen oder bereits in einer positiven Energiebilanz bist.
Versuche für einige Tage das Tagebuch ganz genau auszufüllen, auch wenn es dich einige Minuten am Tag kostet. Mit der Zeit bekommst du ein Gefühl für die Mengen und wie viele Kalorien darin enthalten sind, so dass du nicht mehr alles haargenau zu protokollieren brauchst und in etwa weisst wo du in deiner Energiebilanz stehst.

Haltbarkeit von Lebensmittel – gesunder Menschenverstand ist angesagt

Montag, November 21st, 2011
Haltbarkeit

Kaum ist jeweils den Tumult um einen Lebensmittelskandal verstummt, wird ein neuer publik. Häufig geht es dabei um die Haltbarkeit von Produkten, wie zur Zeit bei den Frischfleisch-Diskussionen bei Coop. Gemäss der Medien werden bei den Grossverteiler tonnenweise Fleisch entsorgt, weil es gemäss Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder am nächsten Tag abläuft. So wird bestes Fleisch weggeschmissen, welches noch sehr viele Menschen hätte satt machen können. Die Hysterie um Ablaufdaten ist bei uns riesig.

Da sollten wir wieder unseren gesunden Menschenverstand zur Hilfe nehmen und ein Produkt nicht nach Haltbarkeitsdatum beurteilen, sondern unseren Instinkt zur Hilfe nehmen. Riechen wir an einem Fleisch oder an einem Ei, wissen wir sofort ob es noch geniessbar ist oder nicht, egal was das Datum auf der Verpackung meint. Diese Daten sind für den Detailhändler eine Sicherheit, dass die Kunden ihn nicht belangen können, wenn ein Produkt schlecht wird. Deshalb sind diese Daten auch so gewählt, dass das Lebensmittel bis zu diesem Stichtag ganz sicher noch geniessbar ist.
Dass aber ein Joghurt nicht merkt, dass es bereits einen Tag über dem Haltbarkeitsdatum ist, sollte uns eigentlich ja auch klar sein. Kurz am Produkt riechen, ein bisschen davon versuchen und wenn beide Sinne das OK geben, kann das Produkt ohne Zweifel genossen werden.
In einem nächsten Blogeintrag werden wir euch einige Tipps geben, zum Erkennen wann ein Produkt noch essbar ist und wann man besser darauf verzichten sollte.