Archive for the ‘Marktfrisch’ Category

Melonen – schon wieder eine Beere

Freitag, August 17th, 2012
Melonen

Ja, auch die Melonen sind botanisch gesehen eine Beere, auch wenn wir es ihr nicht ansehen. Sie zählen zu den Kürbisgewächsen und wie wir in diesem Blog schon gelernt haben, handelt es sich ja auch beim Kürbis um eine, etwas zu gross geratene, Beere.
Zur Zeit findet man in allen Gemüse- und Fruchtauslagen zahlreiche verschiedene Melonen. Grundsätzlich wird aber nur zwischen Wassermelonen und Zuckermelonen unterschieden
Da Melonen zu rund 90 Prozent aus Wasser bestehen und sehr kalorienarm sind (30 bis 40 Kalorien pro 100g Fruchtfleisch), sind sie ideale Durstlöscher bei den Sommertemperaturen, die nun endlich herrschen. Je reifer und kühler Melonen genossen werden, umso aromatischer und erfrischender sind sie.

Damit der Biss in die Melone auch so richtig genussvoll ist, sagen wir dir, wie du erkennst, dass in der dicken Schale ein süsser Kern steckt:

  • Klopfe bei Wassermelonen mit dem Finger gegen die Schale. Unreife Früchte klingen kaum, reife Melonen vibrieren, der Klang ist etwas dumpf, aber satt. Überreife Früchte klingen hohl.
  • Bei Wassermelonen sollte der Bereich um den Stielansatz kräftig dunkelgrün sein, nur die Auflagefläche der Melone darf heller sein.
  • Wenn du aufgeschnittene, halbe Wassermelonen kaufst, erkennst du an der kräftigen roten Farbe des Fruchtfleisches, dass sie reif ist. Übrigens gibt es auch kernarme Wassermelonen, was den Biss in das Fleisch noch etwas angenehmer macht.
  • Reife Zuckermelonen riechen am Stielansatz aromatisch und süss und lassen sich dort leicht eindrücken. Die übrige Schale sollte fest sein. Melonen, die kaum riechen, sind unreif.

Melonen eignen sich sehr für ein leichtes Sommernachtessen. Als Idee findest du in diesem Blog einen Menu-Vorschlag:

Melone mit Hüttenkäse und Chili und Basilikum

Zutaten für 4 Portionen

2 Zuckermelonen, z.B. Cavaillon
1 Handvoll Basilikumblätter
½ Chilischote
500 g Hüttenkäse nature
Salz und Pfeffer

Knäckebrot
Rohschinken oder Trockenfleisch

Melone mit Hüttenkäse

Bild: saison.ch

Die Melonen quer halbieren und entkernen. Basilikum und Chillischote sehr fein schneiden (einige Blätter Basilikum für Garnitur zur Seite legen), mit Hüttenkäse mischen. Nach belieben mit Salz und Pfeffer würzen.
Melonenhälften mit Hüttenkäse füllen. Mit Basilikumblättchen garnieren.
Zusammen mit Knäckebrot und Rohschinken / Trockenfleisch geniessen.

Baumnüsse

Montag, Oktober 31st, 2011

Irgendwie komisch, wenn Baumnüsse auf dem Markt verkauft werden. Früher waren wir uns gewohnt die gerade vom Baum gefallenen grünen Kugeln aufzubrechen und die darin enthaltene Nuss zu knacken. Und schnell haben wir dann gemerkt, dass eine Nuss, welche noch fest eingeschlossen war in der grünen Hülle, gar herbe schmeckt und besser nicht gegessen wird. Sobald aber die Nüsse „ausgepackt“ unter dem Baum lagen, konnte man zugreifen.

Hast du dir eine Baumnusshälfte mal genau angeschaut?
Ja, irgendwie erinnert die Form an unser Denkorgan – das Hirn. Und interessanterweise sind die Nährstoffe der Baumnuss auch äusserst gut für unsere Hirnleistung. Folsäure, Vitamin E und verschiedene Aminosäuren machen die Baumnüsse zu richtigem Hirnfutter und das darin vorhandene Vitamin B6 hilft gegen Müdigkeit, Nervosität und Problemen mit der Konzentration.
50g Baumnüsse decken zudem den täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren, welche guten Einfluss auf unser Herzkreislaufsystem haben, die Stimmung aufhellen und den Fettstoffwechsel ankurbeln können. Weitere Inhaltsstoffe z.B. Melatonin schützen dank der antioxidativen Wirkung unser Herzkreislaufsystem vor Erkrankungen.
Baumnüsse als Zwischenverpflegung sind deshalb richtiger Powerfood und halten uns gesund. Sie sättigen gut und der Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel ist sehr klein, was macht, dass wir lange zufrieden und satt sind und keine Zuckerlöcher stopfen müssen.

Übrigens kann man gemahlene Nüsse auch an der Stelle von Mehl z.B. in Kuchen verwenden.

Kürbis – die Herbstbeere

Freitag, September 23rd, 2011
Kuerbis

Bereits werden Kürbisse wieder in allen Farben, Formen und Grössen auf dem Markt angeboten. Ab spätem August oder sicher frühem September wird die Saison des wohl typischsten Herbstgewächses eingeläutet.
Uns ist der Kürbis vor allem als Herbstdekoration bekannt, doch sollten wir das wohlschmeckende Beerengewächs auch in unserer Küche einsetzen; es gibt noch viele weitere Optionen und nicht nur die, uns allen bekannte Kürbissuppe.

Mit nur 25 Kalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von 90 % sind Kürbisse kalorienarm und gut für die Figur. Kürbis versorgt den Körper mit dem Mineralstoff Kalium, das unter anderem zu einer normalen Muskelfunktion beiträgt, und mit Vitamin C, das wichtig ist für die Funktion der Abwehrkräfte. Doch es finden sich noch weitere Gesundheitsschützer im Fruchtfleisch der Speisekürbisse. Beta-Carotin etwa, das im Körper zu Vitamin A umgebaut werden kann. Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und für den Schutz der Haut und Schleimhäute.

Abwechslungsreiche Kürbisrezepte findet ihr hier (www.swissmilk.ch/kuerbis)

Für einen spannenden und schönen Herbstausflug legen wir euch nahe ins Zürcher Oberland nach Seegräben zu reisen: Jucker Farmart hat jedes Jahr eine eindrückliche Kürbisausstellung, welche man einfach gesehen haben muss.
Natürlich gibt es auf dem Hof auch diverse Produkte rund um den Kürbis zu kaufen.
www.juckerfarmart.ch/kuerbisausstellung

Oliven – mediterraner Import und doch schon heimisch in unserer Küche

Dienstag, September 6th, 2011

Oliven sind wohl keine Früchte, welche bei uns Saison haben und zudem sind sie auch das ganze Jahr über erhältlich, da sie sich gut haltbar machen lassen, doch möchte ich trotzdem diesen Blog der kleinen Ölfrucht widmen.

Oliven

Oliven

Oliven haben in den letzten Jahren Einzug gehalten in unsere Küche; sei es in Form von Olivenöl, eingelegten Oliven zum Apéro, Dekoration auf der Pizza oder zur Verfeinerung von Saucen. Sie sind zusammen mit der Avocado die einzigen Früchte, welche in der Zusammensetzung einen beträchtlichen Anteil an Fett aufweisen, dafür aber praktisch keine Kohlenhydrate enthalten. Auch wenn dadurch der Nährwert höher ist, dürfen Oliven jederzeit Platz finden in der gesunden und ausgewogenen Ernährung.
Oliven enthalten einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren. Sie normalisieren den Cholesterinspiegel im Blut und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Ausserdem enthält die ölige Steinfrucht sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und verschiedene Bitterstoffe. Diese Substanzen gelten als wirksamer Schutz vor Krebserkrankungen, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Thrombose. Den Bitterstoffen der Olive wird eine appetitanregende und die Verdauung fördernde Wirkung zugeschrieben.

Bei den Olivenölen lohnt es sich auf die Qualität zu schauen und ein etwas teureres kaltgepresstes Öl einem günstigeren Massenprodukt vorzuziehen. Einerseits enthält das kaltgepresste Olivenöl viel mehr der gesundheitsfördernden Stoffen und anderseits ist es auch einen viel grösseren Genuss!

Tomaten in allen Farben und Formen

Dienstag, August 30th, 2011
Tomaten

Hast du gewusst, dass es mehr als 20’000 Tomatensorten gibt? Erhältlich sind jedoch bei uns nicht ganz so viele. Doch wurde die Auswahl in den letzten Jahren immer grösser. In unserem heutigen Blogeintrag findest du die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.

Die Früchte unterscheiden sich beispielsweise wie folgt:

  • Form: rund, flachrund, gefurcht, herzförmig, oval, birnenförmig, länglich, Paprikaförmig.
  • Anzahl der Fruchtkammern
  • Größe: Von Johannisbeer-Größe bis zu 1 kg
  • Farbe: rot, grün, weiß, gelb, orange, rosa, violett, schwarz.
  • Muster: Einfarbig, gefleckt, gestreift.
  • Geschmack: Fruchtig, weinartig, würzig, süß, sauer
rote Tomaten

Es lohnt sich, das nächste Mal auf dem Markt nach spezielleren Tomatensorten Ausschau zu halten. Häufig sind sie geschmacklich viel interessanter als die gängigen Supermarkt-Tomaten.

Sommerzeit ist Aprikosenzeit

Dienstag, August 30th, 2011
Aprikosen frisch vom Markt

Sobald die ersten Aprikosen aus der Schweiz im Handel erhältlich sind, wissen wir wieder, wieso wir die gelb-orangen Früchtchen mit den roten Bäckchen so lieben. Eine richtig reife Aprikose schmeckt nach Sonne, Sommer und ist ein richtiger Genuss. Damit wir diesen über den Sommer hinaus noch ein wenig verlängern können, eignen sich Aprikosen sehr gut zum einmachen:

Was gibt es Besseres als selbst gemachte Aprikosen-Konfi auf einem Stück frischen Zopf zum Frühstück? Ein passendes Rezept findest du hier.

Eine etwas exotischere Variante ist das Aprikosen-Chutney, welches hervorragend zu Fleisch oder Käse passt. Das Rezept findest du hier.

Die ersten im Jahr

Montag, August 22nd, 2011

Die ersten neuen Äpfel des Jahres sind reif: die hellgrünen Klaräpfel.

Erst Ende April, Anfang Mai haben die Klarapfelbäume geblüht und nun sind bereits die Äpfel auf dem Markt – Klaräpfel sind dafür bekannt, quasi in Rekordzeit zu reifen. Sie blühen als eine der letzten Apfelsorten, dennoch werden sie als erste geerntet. Da sie jedoch sehr leicht Druckstellen bekommen, kann man sie kaum lagern und sie müssen so schnell wie möglich konsumiert werden, zudem werden die sonst sehr saftigen Äpfel durch das Lagern schnell mehlig.

Mit ihrer doch recht säuerlichen Note eignen sie sich perfekt für Apfelmus oder Gebäck, wie zum Beispiel Apfelstrudel.

Quizfrage: Welches der folgenden Lebensmittel ist keine Beere: Kürbis, Banane oder Himbeere?

Donnerstag, Juli 28th, 2011

Die Antwort wird euch überraschen: die Himbeere ist keine Beere, sie gehört zur Gattung der Sammelsteinfrüchten, dies gilt ebenfalls für die Brombeere. Die Erdbeere ist vom Schlag der Sammelnussfrucht; also auch keine Beere.

Verwirrung total?

In Wikipedia steht zum Thema Beere der folgende Beitrag:

Eine Beere (v. althochdt.: beri = Beere) ist eine aus einem einzigen Fruchtknoten hervorgegangene Schließfrucht, bei der die komplette Fruchtwand (Perikarp) auch noch bei der Reife saftig oder mindestens fleischig ist. Die Beere ist oft rundlich und kräftig gefärbt. Meist ist sie vielsamig, enthält also mehr als einen Samen; wie zum Beispiel die Johannisbeere.

Ist die Außenschicht hart, wie etwa beim Kürbis oder bei Gurken, so spricht man auch von einer Panzerbeere. Besitzt die Blüte mehrere Fruchtknoten, von denen jeder eine beerenartige Frucht ausbildet, so entsteht eine Sammelbeere.

Zu den Beeren zählen unter anderem Bananen, Zitrusfrüchte (Zitrone, Orange), Datteln, Melonen, Kiwis, Papayas, die Früchte vieler Nachtschattengewächse (Paprika, Tomate, Tamarillo, Kartoffelbeere, Aubergine, Schwarzer Nachtschatten, Bittersüßer Nachtschatten, Tollkirsche) und Avocados.

Keine Beeren sind:

Erdbeere, eine Sammelnussfrucht
Himbeere und Brombeere sind Sammelsteinfrüchte
Boysenbeere und Loganbeere sind Kreuzungen aus Himbeere und Brombeere
Holunderbeere, eine Steinfrucht
Vogelbeere, eine Apfelfrucht
Wacholderbeeren sind Zapfen

Jetzt sind wir zwar schlauer und doch bleiben irgendwie noch Fragen offen; oder nicht?

Fakt ist: die uns als Beeren bekannten Früchtchen sind nun wieder Saison und auf dem Markt erhältlich – ein wahrlich süsser Genuss!

Marktfrisch: Was ist aktuell?

Donnerstag, Juli 21st, 2011
Kirschen

Ganz aktuell gibt es nun frische Kirschen; wieso nicht auf dem Spaziergang bei einem Bauernhof vorbeigehen und selber pflücken?

Auch auf den Wochenmärkten werden bereits Schweizer Kirschen verkauft zu einem Preis von ca. 10 Fr. / kg.

Hast du eigentlich gewusst, dass es nicht nur orange Karotten gibt?
Zum Beispiel: gelbe Pfälzerkarotten oder violette Beta Sweet-Karotten

Tipp: die violetten Karotten immer einzeln Kochen, da sie stark abfärbt.

Salat – das ist ja nur Wasser…

Sonntag, Juli 17th, 2011

Kopfsalat weist einen hohen Gehalt Wasser auf und enthält eine breite Palette von Vitaminen und Mineralstoffe

Ob Salat nun eine leichte Mahlzeit ist, hängt jedoch davon ab, ob du die feinen Blätter in einer Fertigsalatsauce ertränkst oder nur sparsam etwas Olivenöl und Essig dazu gibst. Die Fertigsalatsauce enthält neben eher minderwertigen Ölen meist auch noch Zucker. Diese Kombination macht, dass sich die Salatsauce in fiese Pölsterchen verwandelt. Isst du den Salat aber mit einem gesunden Olivenöl, tust du deinem Körper viel Gutes und du kannst von einer „leichten Mahlzeit“ sprechen. Ein kleiner Tipp: Verfeinere deinen Sommersalat mit einem Zitronenolivenöl (erhältlich in grösseren Supermärkten) – das gibt dem Salat einen wundervoll frischen Geschmack.

Nährwert-Tabelle
Energie: 11 kcal / 47 kJ
Nährstoffe: Protein 1.2g, Fett 0.2g, Kohlenhydrate 1.1g, Nahrungsfasern 1.6g
Mineralstoffe: Natrium 10mg, Kalium 224mg, Kalzium 37mg, Phosphor 33mg, Magnesium 11mg
Vitamine: A 0.1mg, B1 0.06mg, B2 0.08mg, C 13mg, E o.6mg