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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – ein Selbstversuch

Freitag, September 13th, 2013

Schon unzählige Male habe ich in Beratungen den Tipp gegeben, für eine Zeit lang ein genaues Essprotokoll zu führen, um ein Gefühl für die Mengen und Nährstoffe zu erhalten. Schon unzählige Male habe ich gepredigt, dass die Bewegung im Alltag – 10’000 Schritte am Tag – die wichtigste Bewegung ist, das Fundament, auf welchem sportliche Tätigkeiten aufgebaut werden können.

Als ich durch einen Blog, den ich regelmässig lese, auf den Fitbit One* aufmerksam gemacht wurde – das ist, sagen wir mal, ein fortschrittlicher Schrittzähler -, habe ich mich selber herausgefordert. Einen Monat Schritte und Ernährung tracken und mir mal selber genau auf die Finger schauen.

Nina Klauser

Nina Klauser

Zu meiner Person noch dies: Ich bin eine sehr aktive Sportlerin, d.h. mein wöchentliches Pensum an Sport liegt so zwischen 10 und 20 Stunden, je nach Trainingsplan und Zeitpunkt. Ich habe aber beschlossen, die Trainings aus meinen Schrittzählübungen rauszulassen und zu schauen, wie viele Schritte ich durch meinen Arbeitsalltag im Büro erreiche. Zudem beschäftige ich mich auch mit meiner eigenen Ernährung sehr intensiv und bin stets darauf bedacht, meinen Körper optimal mit Nährstoffen zu versorgen, damit ich die hohen Trainingsumfänge auch ertrage und nicht krank werde. Kalorienzählen ist mir aber noch nie in den Sinn gekommen, so ist auch das für mich eine Überraschung.

Und ich war geschockt! Obwohl ich kein Auto besitze, also mit dem Velo (6 km pro Weg) oder dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit fahre und auch da nicht auf der faulen Haut sitze, sondern häufig am Stehpult stehe und am Feierabend auch meine Einkäufe zu Fuss erledige, kam ich, wenn überhaupt, nur knapp auf die 10’000 Schritte. Einen weiteren Schock erlebte ich beim Tracken meiner Ernährung: Ich ernähre mich sehr bewusst und meiner Meinung nach auch wirklich ausgewogen, doch konnte ich durch das Tracken der Mengen und Kalorien einige gröbere Posten finden, die doch mit einem zu viel an Kalorien ins Protokoll eingehen.

Es ist für mich ein sehr spannendes Experiment. Auf diesem Weg sehe ich eindrücklich, wie einfach man die Bewegung überschätzt und die Ernährung unterschätzt und somit die Balance nicht mehr stimmt.

Wer ein Bewegungs- und Essprotokoll führt, erhält Gewissheit über das Verhältnis von Input und Output

Wer ein Bewegungs- und Essprotokoll führt, erhält Gewissheit über das Verhältnis von Input und Output

Deshalb lege ich – nun wieder in meiner Rolle als Ernährungsberaterin – dir ans Herz, einmal mehr einen Kontrollmonat einzulegen, um schwarz auf weiss zu sehen, wie viel Bewegung du tatsächlich pro Tag schaffst, und wie viele Kalorien du effektiv aufnimmst.

Stimmt deine Balance? Ist dein Input gleich/grösser/kleiner wie dein Output? Der body.COACH eignet sich übrigens ebenso, um genau dies herauszufinden.

Am Schluss ist Vertrauen zwar gut, Kontrolle aber doch besser…

 

*Es geht mir nicht darum, Werbung für ein Produkt zu machen, doch ist ein Tool wie der Fitbit One um einiges besser als ein herkömmlicher Schrittzähler. Bist du also ein bisschen gewandt mit den neusten Technologien – Apps und Computer – ist so etwas eine gute Investition in deine Gesundheit.