Archive for the ‘Ernährungsirrtümer’ Category

Fruchtsaft – erst denken, dann trinken

Donnerstag, September 11th, 2014

Um gesund zu bleiben, sollten wir viel Obst und Gemüse essen, das weiss jedes Kind. Doch die Zubereitung von frischen Lebensmitteln braucht bekanntlich Zeit und zudem werden diese häufig verschmäht, weil andere Lebensmittel – insbesondere bunt beworbene, einfach spannender sind. Deshalb wird häufig auf Fruchtsaft ausgewichen, um die tägliche Portion Obst zu erhalten. Doch ist Fruchtsaft wirklich eine Alternative?

Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass viele der gekauften Säfte sehr wenig mit frischen Früchten zu tun haben. Die Verarbeitungsprozesse sind sehr lang und nicht selten werden Früchte verarbeitet und zu einem Konzentrat eingedickt. Diese Konzentrate werden zu einem späteren Zeitpunkt nach Belieben gemischt und verdünnt. Die auf den Packungen beschworenen Vitamine werden zu diesem Zeitpunkt zugegeben – als künstlich hergestelltes Pulver. Du brauchst kein Experte zu sein, um zu merken, dass diese Getränke nicht mehr viel mit dem ganzen Apfel oder der Orange zu tun haben.

So wird Apfelsaft hergestellt

Quelle: Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V. http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AA-Saft_Herstellung.jpg

Ein weiteres Thema ist die Kaloriendichte von Fruchtsaftgetränken. Diese enthalten in etwa gleich viel Zucker und Kalorien wie ein Süssgetränk wie Cola oder ähnliches (eine Dose Cola enthält ca. 15 Würfelzucker).

Wenn du schon mal selber Fruchtsaft gemacht – zum Beispiel Orangen ausgepresst – hast, weisst du, wie viele Früchte du für nur ein Glas Orangensaft benötigst. Diese Menge an Orangen könntest du als ganze Frucht kaum zum Frühstück essen. Doch sobald sie versaftet sind, trinkst du sie noch zum Frühstücksbrötchen dazu. Kein Wunder wird das zu einer Kalorienbombe. Zudem fehlt im Saft das, was eine Frucht wirklich ausmacht – die Kombination der Vitamine, dem Fruchtzucker und den Nahrungsfasern. Ein Grossteil der Vitamine befindet sich bei der Frucht direkt unter der Schale und diese wird im Normalfall vor dem Versaften entfernt. Ein Grund mehr für die Hersteller künstliche Vitamine zuzufügen.

Ebenso ist zu prüfen, welche weiteren Zusätze noch auf der Zutatenliste auf der Verpackung stehen. Häufig wird noch weiterer Zucker zugesetzt oder irgendwelche E-Nummern, die die Farbe des Saftes ansprechender oder die Haltbarkeit besser machen. Auch bei diesen Produkten gilt einmal mehr: wird Werbung dafür gemacht, sollten wir besser die Finger davon lassen.

Eine gute Alternative für einen Vitamin-Schub am Morgen ist ein selbstgemixter Smoothie aus Früchten und Gemüse. Dafür benötigst du einen guten Standmixer und ein bisschen Fantasie. Ein wohlbekömmlicher Start in den Tag könnte zum Beispiel so aussehen:

Zutaten
2 handvoll Spinat
1/3 Salatgurke
1 Knolle Fenchel
1 Banane
1 Apfel
1 kleine handvoll Mandeln (am besten über Nacht einweichen)
30 g Leinsamen oder Chiasamen (am besten über Nacht einweichen)
Wasser

Zubereitung
Obst und Gemüse waschen. Wenn möglich Bio-Qualität verwenden, so dass die Schalen und das Grün des Fenchels mitverwendet werden können (die Schale der Banane natürlich entfernen). Alles verkleinern, damit die Zubereitung im Mixer einfacher ist.
Blattgrün und Wasser in den Mixer geben. Mixer einschalten und auf niedrigster Stufe beginnen. Drehzahl dann langsam bis zum Höchstwert steigern.
Mixer wieder anhalten. Die restlichen Zutaten in den Mixbehälter geben. Mit dem Mixen starten und dabei erneut auf niedrigster Stufe beginnen, um anschließend die Drehzahl zu erhöhen.

Die gestörtesten Diäten und wie du auch ohne sie zu deinem Traumkörper kommst!

Mittwoch, Mai 22nd, 2013

gestörte Diäten

Die gestörtesten Diäten und wie du auch ohne sie zu deinem Traumkörper kommst!

Ein Grossteil der vor allem weiblichen Bevölkerung hat bereits mehrere Diäten ausprobiert, um den zu vielen Pfunden den Kampf anzusagen. Und so ziemlich gleich viele sind dabei gescheitert…

Die Frauenzeitschriften sind voll mit skurrilen Ideen, zum Teil von Prominenten abgeschaut, wie wir schnellstmöglich zu unserem Traumkörper kommen können. Die Gratiszeitung 20 min hat diesen Wahnsinn in einem unterhaltsamen Artikel zusammengefasst. Wir möchten dir dies nicht vorenthalten: zum Artikel. http://www.20min.ch/entertainment/story/15171761

Einige gute Punkte, wie du wirklich zu deinem neuen Wohlfühlgewicht findest, sind im Artikel bereits erwähnt – und bitte lies die gestörten Diätvorschläge nur zu deiner Belustigung 
Wieso Diäten wirklich nichts bringen, zeigen wir dir gerne nochmals auf:

  • Wie lange kannst du eine dir völlig „artfremde“ Ernährung durchhalten? Nicht nur die Macht der Gewohnheit lässt dich schnell wieder in altes Fahrwasser zurückkommen, auch in dein soziales Umfeld muss deine Ernährungsweise irgendwie reinpassen. Also, lieber langsam und stetig deine Gewohnheiten ändern – Nachhaltigkeit ist das Zauberwort.
  • Reduzierst du deine Kalorienaufnahme um mehr als 500 kcal täglich, stellt der Körper auf den Hungersnot-Modus um. Das heisst, der Stoffwechsel wird heruntergefahren, damit dein Körper mit den eingeschränkten Kalorien besser haushalten kann. Spätestens wenn du die Diät absetzt und wieder „normal“ isst, schlägt das Jojo zu.
  • Häufig vernachlässigen Diäten die Eiweisszufuhr. Das führt dazu, dass zusätzlich Muskulatur abgebaut wird. So wirst du zwar leichter, verlierst aber das stoffwechselaktivste Gewebe deines Körpers. Dein Grundumsatz wird kleiner, die Figur leidet und das Jojo macht sich zum Angriff bereit.
  • Das Allerwichtigste: auf dem Weg zum Traumkörper gibt es KEINE Abkürzungen! Sich tagtäglich gesund und ausgewogen ernähren, kombiniert mit Ausdauer- und Krafttraining bringen dich zum Ziel. Und das ist harte Arbeit, braucht viel Schweiss, grosse Willenskraft, Disziplin und Konsistenz!
  • Ohne das geht es nicht! Viel Erfolg!

 

Vitamine und Mineralstoffe – Ergänzung oder Nahrungsmittel?

Mittwoch, August 31st, 2011
Vitamine

Nimmst du ein Vitaminpräparat? Im Sommer wie im Winter? Denkst du dir: Nützt es nicht, so schadet es nicht? Mal vorsorglich etwas überdosieren, damit du nicht krank wirst? Da liegst du komplett falsch…

Ein Grossteil der Bevölkerung greift regelmässig zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten und isst zudem noch diverse mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel. Was uns eigentlich zu besserer Gesundheit verhelfen sollte, muss aber kritisch hinterfragt werden.

Nehmen wir Vitamine und Mineralstoffe über natürliche Produkte auf, sind diese immer mit verschiedenen Begleitstoffen verbunden – der Apfel beispielsweise ist nicht nur gesund, weil er Vitamin C enthält, sondern auch, weil er zusätzlich noch verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe beinhaltet, die alle ebenfalls einen Einfluss auf unseren Stoffwechsel haben.

Wie ist es nun, wenn wir Vitamin C isoliert zu uns nehmen? Hat es dann noch dieselbe Wirkung? Studien zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist: Die Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen ist nicht gesundheitsfördernd, sondern kann gesundheitsschädigend sein. Herzkreislauferkrankungen oder Krebs werden durch die Zugabe von künstlichen Vitaminen zum Teil gar gefördert. Einzig während der Schwangerschaft ist es sinnvoll, Vitamine und Mineralstoffe zusätzlich zur gesunden Ernährung zu sich zu nehmen, um ein  Manko an Nährstoffen auszugleichen.

Gemüse

Wichtig ist, dass wir Präparate nie überdosieren, denn durch die Ernährung und angereicherte Lebensmittel wird unser Körper bereits mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.

Fazit: Viel nützt nicht immer viel. Künstliche Produkte sollten wir immer mit Vorsicht konsumieren und stattdessen vielmehr unsere Ernährung gesund und abwechslungsreich gestalten, um einem Mangel an essentiellen Nährstoffen (Nährstoffe, welche der Körper nicht selber produzieren kann und diese über die Nahrung erhalten muss) vorzubeugen.

Falls du noch mehr wissen möchtest:

Diese Erkenntnisse sind eine Zusammenfassung aus dem Buch „Fette Irrtümer“ von Dr. Paolo Colombani. Das Buch ist im Handel erhältlich (ISBN 978-3-280-05372-0).

Kaffee – ein Imagewandel steht an

Dienstag, August 2nd, 2011

Für viele von uns fängt der Tag erst nach der ersten Tasse Kaffee richtig an.

Geht es dir auch so? Und fragst du dich oft, ob du dir gesundheitlich was zu leide tust damit? Ist Kaffee wirklich so schlecht wie sein Ruf?

Behauptung 1: Kaffee entwässert.

Stimmt nicht; einzelne Substanzen im Kaffee können die Harnausscheidung etwas anregen; der Körper gewöhnt sich durch den regelmässigen Kaffeekonsum aber an diese Wirkung, wodurch diese sich normalisiert. Hauptsächlich ist die Trinkmenge dafür verantwortlich, dass wir nach einer Tasse Kaffee ein bestimmtes Örtchen aufsuchen müssen.

Behauptung 2: Kaffee fördert Krankheiten des Herzkreislaufsystems oder Diabetes

Im Gegenteil; Kaffee enthält neben Koffein unzählige weitere Substanzen und davon sind ca. 68% antioxidative sekundäre Pflanzenstoffe, welche einen positiven Einfluss auf unseren Stoffwechsel haben. Diese scheinen den Kaffee zu einem durchaus gesundheitsfördernden Getränk zu machen, welches das Risiko für Krankheiten eher mindert als erhöht.

Behauptung 3: Kaffee raubt uns den Schlaf und macht nervös

Kann stimmen; wenn man sensibel auf Kaffee reagiert. Leidet die Schlafqualität lohnt es sich den Kaffeekonsum einzuschränken. Ebenso, wenn der Körper mit Nervosität und Unruhe reagiert.

Fazit: Neben dem sozialen Aspekt des Kaffeetrinkens, ist auch der positive gesundheitliche Mehrwert ein Grund für den geliebten Muntermacher am Morgen.

Bei regelmässigem Kaffeekonsum, kann die Trinkmenge in den täglichen Gesamtbedarf an Flüssigkeit mit einberechnet werden.

3-4 Tassen Kaffee sind absolut unbedenklich, auch bis zu 6 Tassen scheinen beim Grossteil der Kaffeetrinker zu keinen negativen Folgen zu führen.

Falls du noch mehr wissen möchtest:

Diese Erkenntnisse sind eine Zusammenfassung aus dem Buch „Fette Irrtümer“ von Dr. Paolo Colombani. Das Buch ist im Handel erhältlich (ISBN 978-3-280-05372-0).

Mit Light-Produkten werde ich schlank!

Dienstag, Juni 14th, 2011

Das stimmt leider nicht!

Steht „light“ auf der Packung, bedarf es immer noch einer genauen Analyse der Nährwerte. „light“ heisst lediglich, dass es sich um ein kalorienreduziertes Produkt handelt. Es kann sein, dass der Nährwert sich nicht all zu stark vom normalen Produkt unterscheidet. Außerdem: Der Begriff „light“ ist gesetzlich nicht geschützt. „light“ muss sich also nicht immer auf eine Kalorienreduktion beziehen.

Mal angenommen, die Kalorienreduktion in einem Produkt ist wirklich gegeben, haben wir ein weiteres Problem: bei vielen „light“-Produkten wird der Fettgehalt reduziert. Dadurch bleibt das Gegessene weniger lang im Magen und sättigt auch weniger gut. Dies führt dazu, dass wir einerseits mehr essen, um satt zu werden und schneller wieder etwas essen müssen, weil bereits wieder ein Hungergefühl entsteht. Somit hat es uns nichts gebracht das, geschmacklich meist unspektakuläre, „light“-Produkt zu konsumieren.

Solltest du jedoch gerne ab und zu ein Süssgetränk trinken, da du bereits genügend Wasser getrunken hast, macht es Sinn, wenn du zum Cola light oder Zero greifst – die normale Cola enthält knapp 11 g Zucker pro dl und ein 5 dl Fläschli entspricht rund 18 Würfelzucker… In diesem Fall macht das Konsumieren eines „light“-Produktes durchaus Sinn.

Auch fettreduzierten Käse kannst du gut einsetzen, um ein paar Kalorien einzusparen. Durch das Reduzieren des Fettanteiles, erhöht sich der Anteil an Protein und da beide Nährstoffe eine sättigende Wirkung haben, wird der Hunger entsprechend auf sich warten lassen, auch wenn weniger Fett im Käse ist.

Grilliertes ist krebserregend

Montag, Mai 30th, 2011

Diese Behauptung ist in manchen Fällen korrekt; wenn man dies jedoch differenzierter anschaut, sieht man, dass es mit einigen einfachen Tricks möglich ist, diese Behauptung ausser Kraft zu setzen.

Verbrennungsprodukte sind krebserregend, das wissen wir bereits seit längerem – es ist das Benzpyrene, welches in der Verbrennung gebildet wird und im Körper schaden anrichten kann.

Aber Grillgut sollte ja auch nicht verbrennen, sondern nur braten, deshalb ist es wichtig, dass man überschüssige Marinade vom Fleisch abtropft und darauf achtet, dass kein Fett in die Glut tropft. Gepökeltes Fleisch (Wienerli, Salsiz…) sollte man nicht auf den Grill legen, da beim Braten durch das Pökelsalz krebserregende Nitrosamine entstehen können.

Weitere wichtige Grilltipps:

  • geeignetes Brennmaterial sind Holzkohle und Holzkohlebriketts,
Kohle stets gut durchglühen lassen
  • kein Papier, Altholz, Kiefernzapfen oder ähnliches Brennmaterial verwenden (Entstehung giftiger Verbrennungsgase)
  • Grillfleisch sollte nicht gepökelt, nicht geräuchert und nicht zu fett sein
  • Grillgut durch Aluminiumfolie oder –schalen schützen
  • schwarze, verbrannte Stellen abschneiden und nicht verzehren
  • nach Möglichkeit einen Grill verwenden, bei dem sich die Wärmequelle seitlich oder über dem Grillgut befindet

Wenn man nichts isst, nimmt man am schnellsten ab!

Dienstag, Mai 17th, 2011
nichtsessen

Hungern oder eine Diät ist eine selbst gemachte Hungersnot und der Körper beginnt den Muskel abzubauen, um an die benötigten Nährstoffe, insbesondere Proteine zu kommen. Durch den Muskelabbau und einen gewissen Wasserverlust verlieren wir Gewicht und haben das Gefühl unser Ziel erreicht zu haben. Leider blieb aber das Körperfett beinahe unberührt.

Durch den Muskelverlust hat sich unser Grundumsatz verringert; d.h. dass wir nun weniger Kalorien benötigen, um den Körper am Leben zu halten – wir laufen auf Sparflamme. Essen wir nun wieder wie zuvor, wird sich unser Gewicht unweigerlich erhöhen – diesmal sind es aber keine Muskeln, sondern Fett was auf unsere Rippen kommt.

Daraus schliessen wir, dass wenn eine Diät zu einem Muskelabbau führt, diese nicht funktionieren kann. Weniger Muskulatur resultiert in einem tieferen Kalorienverbrauch. Erhöhen wir jedoch unsere Muskelmasse in dem wir ein regelmässiges Krafttraining durchführen (pro Woche: 2-3 x 20-30 min), fühlen wir uns nicht nur besser, sondern nehmen bei gleichbleibender Kalorienzufuhr langsam uns stetig ab, da die trainierte Muskulatur mehr Kalorien benötigt, um unterhalten zu werden als die untrainierte oder beinahe inexistente Muskulatur.

Spinat enthält viel Eisen
?

Dienstag, Mai 3rd, 2011

Popeye bekam davon Muskeln aus Stahl und uns allen wurde als Kinder immer wieder gesagt, wie gesund die unbeliebten grünen Blätter sind; unglaublich viel Eisen sollen sie enthalten.

Doch leider ist dem nicht so; ein Flüchtigkeitsfehler bei der Kommastelle oder gar eine Messung an getrockneten Blätter verfälschte das Bild. Statt den vermeintlichen 34 mg Eisen enthalten 100 g frischer Spinat gerade mal unspektakuläre 3,4 mg.

Doch bei den Ernährungsirrtümer bleibt diese falsche Information fest verankert.