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Verändere deinen Umgang mit dem Essen

Freitag, Februar 14th, 2014

Ernährung ist für viele von uns so was wie Dreh- und Angelpunkt des Lebens. Gerade wenn du eine Familie hast, und du nicht nur für dein Essen zuständig bist, ist es ständig ein Thema: wer isst wann was und isst man zusammen oder alleine. Diätpläne können durch sozialbehaftete Themen rund um die Ernährung zunichte gemacht oder zumindest stark erschwert werden.

Familien Esstisch

Wir möchten dir ein paar Tipps bzw. einige Gedanken mitgeben, die dir vielleicht weiterhelfen oder dir zumindest neue Ideen im Umgang mit der Ernährung geben:

  • Sei ein Vorbild! Kinder (und übrigens auch Erwachsene) lassen sich stark davon beeinflussen, was sie sehen bei Personen, die sie mögen. Gestalte deine Ernährung so gesund und ausgewogen wie möglich und geniesse diese auch – jede Wette, dass deine Kinder plötzlich Interesse für Gemüse entwickeln.
  • Tun sich deine Kinder doch sehr schwer mit Gemüse, dann sei erfinderisch! Eine Karotte, die aussieht wie ein Krokodil, die grüne Suppe, die du als galaktischen Wundertrank deinem Star-Wars-Fan verkaufst oder die Geschichte, die du zum Salatessen erfindest, lassen deine Kleinen plötzlich zum gesunden Gemüse greifen.
  • Satt ist satt! Mit Aufessen haben weder du noch deine Kinder je das Wetter nachhaltig beeinflusst – also akzeptiere, wenn dir dein Kind sagt, dass es satt ist und zwing es nicht auszuessen. Dasselbe gilt auch für dich: Wenn du genug gegessen hast, lass auch mal was stehen. Zuhause kannst du die Resten am Abend wärmen, im Restaurant gibt es immer die Möglichkeit, dir die Reste einpacken zu lassen und wenn du zu Besuch bist, mach kein grosses Tamtam darum, leg dein Besteck zur Seite und erkläre, falls nötig, dass die Portion doch etwas zu gross für dich war (zusammen mit einem Lob für das gute Essen).
  • Du magst etwas nicht, dass aufgetischt wird? Falls es nicht gegen absolute Grundprinzipien von dir verstösst (z.B. Fleisch bei Vegetariern), mach es wie du von deinen Kinder verlangst: versuche einen Bissen davon und entscheide dann, ob es wirklich unessbar ist. Geschmack entwickelt sich immer weiter.
  • Willst du etwas aus gesundheitlichen Gründen nicht essen, oder weil es gegen deine moralischen Prinzipien verstösst oder aus welchem Grund auch immer, dann stehe dazu. Du musst niemandem zu liebe etwas essen, was du nicht möchtest. Aber kommuniziere das dem Gastgeber und mach es nicht zum Diskussionsthema des Abends.
  • Belohne weder dich noch deine Kinder mit Essbarem. Das macht man bei Hunden, dass man ihnen Goodies zuwirft, wenn sie was richtig gemacht haben – ein lobendes Wort zur Belohnung ist viel wichtiger. Die Gewöhnung von Süssem als Belohnung sendet falsche Signale aus, welche den Umgang mit Essen stören können.