Archive for Oktober, 2011

Baumnüsse

Montag, Oktober 31st, 2011

Irgendwie komisch, wenn Baumnüsse auf dem Markt verkauft werden. Früher waren wir uns gewohnt die gerade vom Baum gefallenen grünen Kugeln aufzubrechen und die darin enthaltene Nuss zu knacken. Und schnell haben wir dann gemerkt, dass eine Nuss, welche noch fest eingeschlossen war in der grünen Hülle, gar herbe schmeckt und besser nicht gegessen wird. Sobald aber die Nüsse „ausgepackt“ unter dem Baum lagen, konnte man zugreifen.

Hast du dir eine Baumnusshälfte mal genau angeschaut?
Ja, irgendwie erinnert die Form an unser Denkorgan – das Hirn. Und interessanterweise sind die Nährstoffe der Baumnuss auch äusserst gut für unsere Hirnleistung. Folsäure, Vitamin E und verschiedene Aminosäuren machen die Baumnüsse zu richtigem Hirnfutter und das darin vorhandene Vitamin B6 hilft gegen Müdigkeit, Nervosität und Problemen mit der Konzentration.
50g Baumnüsse decken zudem den täglichen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren, welche guten Einfluss auf unser Herzkreislaufsystem haben, die Stimmung aufhellen und den Fettstoffwechsel ankurbeln können. Weitere Inhaltsstoffe z.B. Melatonin schützen dank der antioxidativen Wirkung unser Herzkreislaufsystem vor Erkrankungen.
Baumnüsse als Zwischenverpflegung sind deshalb richtiger Powerfood und halten uns gesund. Sie sättigen gut und der Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel ist sehr klein, was macht, dass wir lange zufrieden und satt sind und keine Zuckerlöcher stopfen müssen.

Übrigens kann man gemahlene Nüsse auch an der Stelle von Mehl z.B. in Kuchen verwenden.

Dinkel – ein vergessenes Korn, neu entdeckt

Dienstag, Oktober 11th, 2011

Im Vergleich zu anderen Getreiden enthält der Dinkel einen ausgesprochen hohen Anteil an ungesättigen Fettsäuren und essenziellen Aminosäuren. Zudem ist die Verteilung der Nährstoffe im Dinkelkorn ausgewogener als im Weizen. Da jedoch der Weizen einfacher in grossen Mengen angebaut werden kann, wurde der Dinkel zeitweise beinahe aus unserer Landwirtschaft verbannt.

Dinkel

www.urdinkel.ch

Die Wiederentdeckung des Dinkels führt vor allem darauf zurück, dass in unserer Gesellschaft sehr viele Menschen unter Weizenallergien und –unverträglichkeiten (nicht zu verwechseln mit Zöliakie) leiden. Für diese Personen ist der Dinkel oder noch besser der UrDinkel (Dinkel, welcher nie mit Weizen gekreuzt wurde) ein Geschenk des Himmels, da dieser viel besser verträglich ist.
Anders ist es bei der Zöliakie. Zöliakie ist eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiss Gluten. Da auch Dinkel glutenhaltig ist, muss er von Betroffenen gemieden werden.

Dinkelmehl kann genau gleich wie Weizenmehl verarbeitet werden, d.h. in „normalen“ Rezepten für Backwaren kann das Weizenmehl 1:1 mit Dinkelmehl ersetzt werden. Dinkel ist etwas kräftiger im Geschmack, was bei vielen Backwaren gerade das gewisse Etwas ausmacht.
Unbedingt ausprobieren!

Wunderbare Rezepte mit UrDinkel findest du unter www.urdinkel.ch

Und wieder eine Skandalmeldung von der Fleischtheke

Montag, Oktober 10th, 2011

Kassensturz hat wieder mal einen Fleischskandal aufgedeckt und diesmal gleich vor unserer Haustüre.
Coop verkauft anscheinend Fleisch im Frischverkauf, welches zuvor abgepackt in der Selbstbedienung hing und beim Ablaufdatum noch nicht verkauft worden war. Der Beitrag im Schweizer Fernsehen spricht für sich:

Kassensturz vom 04.10.2011

Nein, ich werde nicht aufrufen, das Fleisch nicht mehr bei Coop sondern bei Migros oder sonst wo zu kaufen.
Ich rufe dazu auf, dass wir uns mehr Gedanken machen zu den Lebensmittel, die auf unseren Tischen landen. Zu einer gesunden Ernährung gehört auch, dass ein Lebensmittel unter fairen, nachhaltigen und möglichst natürlichen Bedingungen hergestellt wurde.
Wenn wir das Beispiel Fleisch anschauen: das Hirschfleisch im Restaurant kommt aus Neuseeland, das Pouletfleisch aus Brasilien und kann mit Antibiotika versetzt sein und selbst in unseren Grossverteiler muss man mit der Lupe die Herkunfts- und Verarbeitungsorte suchen um sicher zu gehen, dass es sich wirklich um Schweizer Fleisch handelt.
Selbst bei den Labels weiss man nie recht, was man kauft, so viele verschiedene gibt es bereits und ehrlich, mich beelendet es, wenn auf der Packung der Pouletbrüstli steht, dass die Tiere eine „eingestreute Liegefläche“ hatten. Tönt doch wirklich nicht tierfreundlich, oder?
Gerade beim Fleisch sollten wir darauf schauen, dass es aus artgerechter Tierhaltung kommt und lieber beim Bauern oder Metzger einkaufen, wo wir wissen woher das Fleisch stammt. Spielt der Preis eine Rolle, esse ich persönlich lieber einmal weniger Fleisch und schaue, dass die Qualität und die Herkunft stimmt und für mich vertretbar sind.
Mit dieser Einstellung müssen wir uns auch über wiederkehrende Fleischskandale keine Sorgen machen…